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Spielbericht Herren (08.11.2014)

An Spannung kaum zu übertreffen gelangen unseren Männern beim zweiten Heimspieltag gleich zwei Siege. Damit halten die Löwen Anschluss an die Spitze und entfernen sich zunächst aus der Abstiegszone.

Im ersten Match des Tages traten die Löwen gegen den Rivalen aus Mittelherwigsdorf an. Die personellen Zeichen standen an diesem Wochenende nicht gut. Der Trainer Enrico Kral musste gleich auf 4 Leistungsträger verzichten und konnte nur einer 8-er Kader aufstellen. Die letzten Jahre lieferten sich beide Teams schon interessante und packende Partien, sodass man sich auf ein spannendes Spiel freuen konnte. Und für die Löbauer stand viel auf dem Spiel: verliert man beide Spiele ist man angekommen im Abstiegskampf, obwohl die Tabellenspitze als Saisonziel ausgegeben wurde.

Rein in das erste Spiel und in den ersten Satz, den die Löbauer nur als Randfigur erlebten. Noch die letzten beiden Spielzeiten gehörte der erste Durchgang zu den Stärken der Löwen – nicht so in dieser Saison. Unsere Mannschaft verschlief die ersten Ballwechsel komplett, baute das Spiel nicht auf und bekam die Bälle gnadenlos links und rechts um die Ohren geschmettert. Ohne jegliche Gegenwehr und ohne ein Aufbäumen ging der Satz nach nur 16 Minuten 14:25 verloren.

Und der zweite Satz begann nicht anders, wie der erste endete. Mittelherwigsdorf hatte leichtes Spiel und konnte ohne großen Aufwand Punkt für Punkt einfahren. Schnell war wieder eine 3-Punkteführung eingefahren, der die Löbauer hinter her eilte. Beim Stand von 10:15 nahm der Trainer die erste Auszeit und konnte das Team entscheidend beruhigen und zugleich das Feuer bei allen Spielern entfachen. Allen voran Philipp Richter, der einen entscheidenden Anteil an der Wende im Spiel hatte. Er weckte alle Spieler aus dem Ruhemodus auf und brachte mit Emotionen das Löbauer Spiel ins Rollen. Ein Punkt nach dem anderen kämpften sich die Löbauer an die Gastmannschaft heran. Das gab allen Spielern neue Sicherheit und brachte den „Traktor“ aus Mittelherwigsdorf in Stottern. Mit schnellen Angriffen über die Mitte, wo Enrico Kral erstmals seit langer Zeit, dank drei Mittelangreifer, flexibel war, und hervorragender Blockarbeit wurde der Satz gedreht und zum 1:1 ausgeglichen (25:20).

Jetzt wurden die Löwen hungrig. Hungrig nach dem Sieg, hungrig nach 3 Punkten und hungrig nach dem Erfolg. Die neue gewonnen Euphorie nahm der OSC mit in den dritten Satz und begann von Anfang an konzentriert und durchschlagskräftig. Der Block stand sicher und die Zuspiele kamen präzise zu den Angreifern, die sich nicht zweimal bitten ließen: Angelo alias Angie, Steffan alias Maschine, Micha alias Buschi und Phillip alias Collins machten kurzen Prozess und bauten mit ihren Angreifen die Führung weiter aus. Den Gästen fiel dazu nicht viel ein und die Löbauer hatten in dieser Phase einfach auch auf alles eine passende Antwort. Nach flotten 25 Minuten gewann der OSC Löbau mit 25:18 den Satz und hatte damit die drei Punkte zum greifen nah.

Parallel siegten die Damen 3:0 gegen Haselbachtal und feuerten die Männer im vierten Satz gemeinsam mit dem treuen lautstarken und motivierenden Fanblockweiter an. Die Männer knüpften da an, wo sie vorher aufhörten und gingen gleich zu Beginn mit 3 Punkten in Führung. Jetzt war zu spüren, dass sie sich diesen Erfolg nicht nehmen lassen wollten und keine Punkte her schenken wollte. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem 25:18 Satzerfolg sollte dies auch gelingen. Damit war der erste dreier der Saison perfekt und der Mannschaft nach der bitteren Finalniederlage im Pokal noch vor einer Woche die richtige Antwort geglückt. Lautstark hallte es wieder einmal durch die „Höhle des Löwen“: HIER REGIERT DER OSC.

 

In der zweiten Partie des Tages mussten sich die Löbauer mit bekannt starken Nieskyern messen und an die guten Leistungen aus dem ersten Match anknüpfen, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verpassen. Doch die Löbauer erwischten wieder einen schlechten Start. Schon nach der ersten Aufschlagsrunde lag der OSC 9:16 hinten und rannte wieder dem Vorsprung hinter her. Doch dank geschickter taktischer Wechsel und kleinen Umstellungen konnten sich die Löbauer wieder heran kämpfen und den Vorsprung langsam abknabbern. Beide Mannschaften waren nach der Hälfte des Satzes voll und ganz im Spiel angekommen und es gab einen sehenswerten Schlagabtausch. Einzig allein das Schiedsgericht nahm schon im ersten Durchgang mit „besonderen“ Entscheidungen und Wertungen eine Soderstellung ein und sollte dies auch bis zum Spielende beibehalten…die einzige Konstanz, die das Schiedsgericht in diesem Spiel zeigte. Der Satz endete mit dem besseren Ende für die Gäste, die den Satz 20:25 gewannen.

Der folgende Satz blieb weiterhin ausgeglichen – kein Team konnte sich entscheidend absetzen, doch beide zeigten attraktiven Volleyball mit tollen Ballwechseln. Erst zum Satzende hin gelang es den Löbauern die entscheidenden Punkte zu holen und den Satz in Sack und Tüten zu bringen. 25:22 hieß es nach 20 Minuten ließ auf eine weiterhin spannende Partie hoffen.

Der dritte Satz begann mit einer interessanten Aufstellung: Collins, der schon in der ersten Partie glänzte und dem auch im zweiten Spiel in Nichts nachstand, brauchte ein Verschnaufpause. So stellte der Trainer um und setzte unseren Kapitän auf die Angreiferposition und die Blocker Benni und Denis auf die Mitte – ein kluger und erfolgreicher Schachzug, den der Gegner scheiterte oftmals schon am Block und der OSC kam zu leichten Punkten. Trotzdem blieb der Satz umkämpft und spannend. Erst nach 27 Minuten konnten die Löbauer den Satz zu machen und diesen mit 27:25 für sich entscheiden.

Im vierten Satz wurde wieder die Standard-Rotation aufgestellt, doch plötzlich war die Luft raus. Bereits sieben Sätze in den Knochen, Nervenaufreibende und lange Ballwechseln und ein ständiges Auf und Ab forderten ihren Tribut. Der Satz war kurz und schmerzlos gesagt für die Katz und ging 16:25 an die Gäste. Die Löbauer waren total von der Rolle und vergaben die Chance auf den zweiten dreier an diesem Tag. Die Annahme wackelte und auch der Angriff war machtlos gegen die agile und bewegliche Abwehr der Nieskyer.

So musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Hier hatten die Löbauer die Nerven wieder im Griff und knüpften an die tollen Leistungen aus dem zweiten und dritten Satz wieder an. Schnell war die Führung von 5 Punkten eingefahren, bis einige knifflige Entscheidungen das Spielgeschehen drehte. Plötzlich lag Niesky vorn und war kurz davor einen Auswärtssieg einzufahren. Doch nicht heute, nicht an diesem Tag, nicht mit unseren Löwen. Getragen von den enthusiastischen Fans und ihren Anfeuerungen sowie der Unterstützung der erfolgreichen Damenmannschaft gelang den Löwen nochmals die Wende und am Ende der 15:13 Sieg.

Glücklich aber entkräftet hallten Fangesänge durch die Ränge und die Damen und Herren bejubelten diesen erfolgreichen Heimspieltag des OSC Löbau.

 

Für den OSC Löbau spielten: Michael Busch, Denis Knebel, Stefan Korschofski, Angelo Licbarski, Ronny Löchel, Philipp Richter, Dennis Scholze, Benjamin Stamer

Es fehlten: Frank Herzog, Clemens Jonkisch, Toni Kühn, Rene Seidel

Auf der Bank unser Trainer Enrico Kral

„Siebenter Mann“: Unser gigantischer Fanblock, der immer hinter uns steht!

Ronny LöchelSpielbericht Herren (08.11.2014)
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