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Spielbericht Damen (06.12.2014)

Zum letzten Spiel der Hinrunde fuhren wir zum TSV Kunnersdorf. Wir hatten keine Ahnung, was uns erwarten sollte. Die Begegnungen der letzten Saison konnten wir jeweils im Tiebreak für uns entscheiden. Die bisherige Hinrunde der Kunnersdorfer beobachteten wir allerdings mit viel Respekt (nur ein verlorenes Spiel!).

Da uns Heike als Mitte fehlte und unsere Trainerin Yvonne in Übungslaune war, spielten wir mit 2 Zuspielern, die jeweils von Position 3 zuspielen sollten. Über den Außenangriff arbeiteten Drea und Sandra, Diagonal spielten Bimmi und Conny und als Libera agierte Tini. In dieser Konstellation spielten wir schon ewig nicht mehr, aber das sollte auch kein Problem sein. Drea brachte uns mit ihren Aufschlägen 3:0 in Führung. Der Start war schon mal gelungen. Im Spielverlauf des ersten Satzes zeigte sich dass wir mit diesem System auch sehr gut agieren konnten. Die Aufschlagquote lag bei 100 %, die Annahmen passten, die Zuspiele passten und die Angriffe waren sehr variabel. Das Spiel war ausgeglichen und auf hohem Niveau. Beim 19:17 wechselte Arite mit Sandra um den Block zu verstärken. Das wurde auch belohnt, wir gewannen den Satz deutlich mit 25:18

Mit der Anfangsaufstellung des ersten Satzes gingen wir in den zweiten. Unser Niveau hielten wir und verschafften uns bis zur Satzmitte einen leichten Vorsprung von 3 Punkten. Dabei konnten wir so manchen Punkt mit einem kurzen Ableger über den Block erzielen. Aber Kunnersdorf ist dafür bekannt, Bälle „vom Boden zu kratzen“ und das machten sie jetzt auch. Mit unseren Angriffen über die Außenpositionen kamen wir auch nicht mehr durch, weil sich der gegnerische Block darauf eingestellt hatte. So gerieten wir langsam aber sicher in den Rückstand. Yvonne reagierte und brachte uns Arite um zusätzlich die Option des Mittelangriffs zu nutzen. Trotzdem ist es uns nicht mehr gelungen den Satz zu gewinnen.

Den Beginn des dritten Satzes verschliefen wir völlig. Die Annahmen und eigene Angriffsfehler füllten das Punktekonto des Gegners. Schnell lagen wir mit 1:8 im Rückstand. Yvonne nahm eine Auszeit, stellte auf Doppelläufer um und brachte Arite ins Spiel. Aber bis auf vereinzelte spielerische Aktionen kam von uns nichts. Wir bauten keinen Druck auf und verursachten eigene Aufschlagfehler. Wir merkten ganz deutlich, dass jetzt die Konzentration nachließ. Es wurde für uns immer schwieriger ungewohnte Positionen zu spielen. Immer häufiger wurde gefragt „Wo stehe ich?“ oder „Wer steht neben mir?“ Nach nur 16 Min. endete der Satz mit 15:25.

Die Satzpause nutze Yvonne um ein paar klare Ansagen zu machen. Wir sollten nicht mit 0 Punkten heimfahren. Es ging tatsächlich ein Ruck durch die Mannschaft. Wir konnten wieder unser Spiel spielen und mit tollen Angriffen punkten. Unser Kampfgeist und Siegeswille war zurück. Mit Hilfe von 5 verschlagenen Aufschlägen des Gegners retteten wir uns mit 25:23 ins Tiebreak.

Was nutzt das alles, wenn es dem Team nicht gelingt die Euphorie mitzunehmen? Der letzte Satz war ein Abbild des dritten Satzes. Zum Seitenwechsel lagen wir mit 1:8 hinten. Die ersten beiden Aufschläge, die wir machen durften, wurden kraftlos und ohne Elan ins Netz geschlagen. So verdient man sich keine Punkte! Ein kurzes Aufbäumen gelang uns nochmal beim 3:13. Wir holten uns mit einem direkten Angriffspunkt den Aufschlag und noch 3 weiter Punkte, aber letztlich gewann Kunnersdorf verdient mit 15:7.

Fazit: Wir haben gegen den Tabellenersten TSV Kunnersdorf einen Punkt gewonnen, auf den wir stolz sein sollten. Den Sieg kosteten uns am Ende Konzentrationsprobleme. Wir waren in der zweiten Spielhälfte zu sehr damit beschäftigt die richtige Spielaufstellung einzuhalten. Daraus resultiert natürlich eine unsichere Annahme, die auch noch durch die niedrige Deckenhöhe erschwert wurde. Für uns Zuspieler war es ungewohnt Blockarbeit über die Mittelposition zu leisten, so konnten wir am heutigen Tag nur wenig direkte Blockpunkte erzielen. Für die Rückrunde muß mehr Sicherheit bei unterschiedlichen Aufstellungsvarianten und ein konstantes spielerisches Niveau über alle Sätze hinweg erzielt werden.

OSC Löbau – TSV Kunnersdof:

  1. Satz: 25:18
  2. Satz: 21:25
  3. Satz: 15:25
  4. Satz: 25:23
  5. Satz: 7:15

 

Spielbericht: Doreen Hennig

 

Es spielten: Andrea Bimmrich, Andrea Heinke, Kirstin Krüger, Kristin Herzig, Cornelia Wünsch, Arite Kunzendorf, Sandra Gruman, Nicole Netter, Doreen Hennig

Trainerin: Yvonne Schreiber

 

René SeidelSpielbericht Damen (06.12.2014)
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