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Spielbericht Herren I (06.12.2014)

Am Nikolaus-Tag wollte sich die erste Männermannschaft in Hoyerswerda selbst das Geschenk in den geputzten Stiefel stecken. Mit einem Sieg hätte man einen der vorderen Tabellenplätze belegen können.

Die Vorzeichen standen schon eher schlecht: beide Zuspieler und beide Diagonalspieler fielen für das Spiel gegen den SC Hoyerswerda aus, sodass die Aufstellung kräftig durcheinander gewürfelt werden musste. Benjamin Stamer stand auf der Zuspielposition und René Seidel wurde als Diagonalspieler aufgestellt. Wechselnde Aufstellungen sind wir aus dem Verlauf der Saison aber schon gewohnt und mit dem Potential der Mannschaft können wir auch in dezimierten Aufstellungen noch gefährlich sein.

Die ersten 13 Punkte des ersten Satzes waren größtenteils zum Vergessen: Alle waren damit beschäftigt sich an das Licht in der Halle und die vielen Linien zu gewöhnen. Auch wenn die Annahme und Absicherung gut funktionierte und die Zuspiele gut nach außen kamen, hakte es im Abschluss noch deutlich und die Laufwege waren manchmal noch nicht ganz klar. So könnte sich der SC Hoyerswerda in der Anfangsphase schnell auf 10:3 absetzen. Diesem Rückstand sind wir den größten Teil des Satzes hinterhergelaufen. Aus dem guten Spielaufbau ist nur in wenigen Situationen ein zwingender Angriff hervorgegangen, so dass Hoyerswerda trotz ebenfalls moderater Leistung keine Probleme hatte den Abstand bis zum Ende des Satzes zu verteidigen. 21:25 in 23 Minuten.

Das Bild setzte sich im zweiten Satz größtenteils fort. Die Annahme und Absicherung funktionierte gut – die Angriffe blieben weiterhin ohne großen Druck. Auch weil der Block von Hoyerswerda gegen unsere Außenangreifer meist gut stand. Angriff über die Mitte und gelegte Bälle waren in dieser Phase das Mittel der Wahl. Mit Aufschlägen konnten wir den Anschluss halten, auch wenn es uns aufgrund eigener Fehler nicht gelang in Führung zu gehen. Die Entscheidungen der Schiedsrichter, wegen denen Kapitän Ronny öfter zum Gespräch am Stuhl war, taten ihr Übriges. Die Stimmung in der großen Halle mit nur vereinzelten Zuschauern verpuffte ebenfalls relativ schnell, so dass wir uns aus dem Tief nur schwer herausziehen konnten. Beide Mannschaften zeigten selten starke Angriffsaktionen, aber Hoyerswerda schaukelte den Satz trotzdem knapp mit 23:25 nach Hause.

Im dritten Satz wurden unsere Angriffe besser. Die Annahme funktionierte gut und die Zuspiele waren variabel, sodass die Außenangreifer öfter auch freie Bahn hatten. Mit Aufschlägen konnten wir die Gastgeber ebenfalls unter Druck setzen. Allerdings schlichen sich in dieser Phase Unkonzentriertheiten ein, die zu individuellen Fehlern in der Absicherung und im Angriff führten. Egal wie schön unser Spielzug war, wir bekamen den Ball einfach selten runter und im Gegenzug fiel er irgendwie in unser Feld. Die Zuspiele von Benni wurden überraschend häufig abgepfiffen und auch andere Fehler eher einseitig bewertet bzw. selten für uns gepfiffen. Die Schirileistung gipfelte am Ende des dritten Satzes in einer roten Karte für René beim Stand von 17:18 und bescherte Hoyerswerda einen Extrapunkt. Dies reichte aber als Weckruf für das Finale des dritten Satzes, den wir mit 25:23 für uns entscheiden konnten.

Der vierte Satz sollte der letzte des Tages werden und das Bild der vorangegangenen Sätze zog sich auch hier durch: Gute Annahme und Zuspiele, aber wenige direkte Punkte im Angriff. Stattdessen hatte Hoyerswerda meist die passende Antwort und der Ball landete in unserem Feld. Nach 25 Minuten machte Hoyerswerda den Sack mit 21:25 zu.

Zusammengefasst waren wir in einer zerfahrenen Partie nie richtig im Spiel und haben nur selten die Bälle von der Annahme bis zum Abschluss konsequent durchgespielt. Für die Aufstellung haben wir eine gute Leistung gezeigt, allerdings nur phasenweise ansprechenden Volleyball – hier wäre sicher mehr drin gewesen, wie auch die knappen Satzergebnisse zeigen. Hoyerswerda musste sich nicht großartig anstrengen, um uns die Punkte in den entscheidenden Momenten abzunehmen und der ein oder andere Pfiff für uns hätte das Blatt im zweiten Satz für uns wenden können, aber das ist der altbekannte Heimvorteil.

Es spielten:
Michael Busch, Dennis Knebel, Stefan Korschofski, Ronny Löchel (C), Philipp Richter, René Seidel, Benjamin Stamer, Jens Csoti, Moritz Schulze

Trainer: Enrico Kral

verletzt oder verhindert: Angelo Licbarski, Clemens Jonkisch, Frank Herzog, Dennis Scholze, Toni Kühn

René SeidelSpielbericht Herren I (06.12.2014)
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