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Spielbericht Frauen (31.01.2015)

Zum Heimspieltag empfingen wir den ASV Rotheburg und den Schönbacher VV. Aus beiden Hinrundenpartien nahmen wir jeweils einen Punkt mit. Das sollte auch heute als Minimum angestrebt werden.
Im ersten Spiel trafen wir auf den ASV und spielten mit dem System des Doppelläufers, da uns Heike als Mittelangreiferin verletzungsbedingt fehlte. Es begannen Conny und Arite als Diagonalspieler, Drea und Bimmi als Außenangreiferinnen, Kiri und ich im Zuspiel und Tini als unsere Libra. Wir begannen sehr selbstbewusst mit klaren druckvollen Aktionen. Bis zur Satzmitte konnten wir uns mit 6 Punkten absetzen. Beim Spielstand von 15:9 wechselte Netti für Drea und Sandra für mich beim 17:14. Es kam zu einigen Annahmeschwierigkeiten, die der Gegner souverän für sich ausnutzte. Wir kamen immer weniger mit unseren Angriffen durch. Drea wechselte beim 17:15 zurück ins Spiel, dennoch füllte sich das Punktekonto des Gegners langsam aber sicher und so gelang ihnen der Ausgleich beim 22:22. Die letzten Punkte waren heiß umkämpft. Wir brachten wieder volle Leistung, aber der Gegner war durch sein Come back hellwach und schenkte uns nichts. Jede Mannschaft erarbeitete sich in der Endphase 4 Satzbälle von denen wir leider keinen für uns entscheiden konnten. Rothenburg gewann den ersten Satz 30:28.
Im zweiten Satz wechselten in der Grundaufstellung für die Startphase Netti mit Drea. Wir begannen konzentriert und agierten mit variablen Angriffen, die meistens mit einem Punkt belohnt wurden. In der Satzmitte hatte der Gegner eine Phase mit vielen eigenen Fehlern, die wir für uns ausnutzen konnten. Eine 7-Punkte-Aufschlagserie von Drea kam noch dazu und wir konnten uns über einen 25:17 Satzgewinn freuen.
Im dritten Satz wechselte Sandra mit Kiri in der Zuspielposition. Den Start verschliefen wir völlig und lagen schnell mit 1:7 im Rückstand. Eine Auszeit rüttelte uns zwar wach und ließ uns zum 11:12 rankommen, aber was nütz das, wenn wir gleich danach durch Annahmedefizite den Gegner erneut stärken. Beim Punktestand von 14:15 bekam der ASV Aufschlagrecht und dann ließen wir uns regelrecht „vorführen“. Es kamen kaum Annahmen, den Zuspielen mangelte es an Präzision und Angriffe gab es so gut wie gar nicht. Der Satz ging verdient mit 15:25 an den ASV.
Den letzten Satz spielten wir mit unserer Startaufstellung und lieferten uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das war Volleyball auf hohem Niveau. Wir bauten unser Spiel auf und setzten den Gegner mit knalligen Angriffen über die Außenpositionen unter Druck. Der ASV hielt dem Druck stand und hielt uns mehr und mehr mit Kurzangriffen in Bewegung. Unsere Blockarbeit, die noch die ersten Sätze sehr zu wünschen übrig ließ, wurde besser und es kamen nur vereinzelt Bälle durch. Leider wurden von uns in diesem Satz 4 Aufschläge verschlagen. Das ist für einen Gegner wie Rothenburg einfach zu viel. Wir verloren den Satz knapp mit 23:25.
Wir waren etwas enttäuscht nicht mit wenigstens einem Punkt aus dem ersten Spiel zu gehen. Dennoch hatten wir unser Tagesziel, die zwei Punkte, noch vor Augen.

Gegen den Schönbacher VV begannen wir mit der Startaufstellung aus dem ersten Spiel. Der Spielbeginn war eine Katastrophe. Die Annahmen waren unsicher, die Zuspiele wurden abgepfiffen und die wenigen Angriffe ins Netz geschlagen. Wir lagen mit 0:7 hinten, als unsere Trainerin die erste Auszeit nahm. Sie fand ein paar „deutliche Worte“ und von da an lief es besser. Wir konnten Angreifen, wobei wir sehr variabel agierten. Es wurden viele Punkte erzielt, indem der Ball einfach hinter den Block gelegt wurde. Nach einer Aufholjagd zum 16:17 zwangen wir den Gegner zu einer Auszeit. Die nutze er sehr gut für sich, wobei wir dieser Pause wieder ein Leistungstief folgen ließen. Das Ende des Satzes war ein Abbild des Anfangs. Wir verloren ihn deutlich mit 18:25.

Zum nächsten Satz gibt es nicht viel zu sagen. Aufstellungstechnisch wurde nichts verändert, aber irgendwie war keiner von uns „anwesend“. Wir hatten dem Gegner nichts entgegenzusetzen, er konnte machen, was er wollte, wir haben einfach nicht reagiert. Den Satz verloren wir mit 13:25 – echt peinlich!!

In der Satzpause gab es eine ordentliche Standpredigt von Yvonne. Tatsächlich ging danach ein Ruck durch die Mannschaft und wir machten wieder das was wir können, nämlich: Volleyball spielen! Sichere Aufschläge, ordentliche Annahmen, variables Paßspiel und druckvolle Angriffe waren gegeben, somit lagen wir schon zu Beginn des Satzes mit 6:1 in Führung. Unsere Trainerin baute insgesamt 5 Spielerwechsel in den Spielverlauf ein, sodass der Gegner sicherlich auch so manches Mal irritiert war, Wer denn jetzt Was macht. Sehr clever!! Der Block stand jetzt auch recht passabel, und gegnerische Angriffe kamen gar nicht erst über das Netz. Das Spielgeschehen wurde die ganze Zeit von uns bestimmt. Uns gelang der Satzgewinn mit 25:22.

Wir waren zurück im Spiel und jetzt war alles noch möglich. Den vierten Satz gestalteten wir analog dem dritten. Der Gegner stellte sich auf unser Spiel ein und erhöhte den Druck seinerseits. Bis zum 17:17 war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir konnten unser Niveau während des gesamten Satzes sehr hoch halten. Yvonne baute erneut 4 strategisch wertvolle Spielerwechsel ein und so konnten wir trotz 4 verschlagender Aufschläge den Satz mit 25:22 für uns entscheiden.

Der Tiebreak war nach wie vor auf hohem spielerischem Niveau, wir lieferten uns einen spannenden Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Die Seite wechselten wir beim 8:7 und nahmen nochmal zwei Spielerwechsel auf Zuspiel und Diagonalposition vor. Nach dem 9:8 folgten Eigenfehler, die den Gegner 14:9 in Führung brachten. Aber ab jetzt war unser Fanblock da, mit dessen Hilfe wir die ersten 5 Satzbälle abwehren konnten. Vielen, vielen Dank: zwei AUS-Bälle gehören Euch!! Plötzlich stand es 14:14! Wir waren trotz 4 verschlagener Aufgaben unsererseits, also 4 geschenkten Punkten in diesem Satz, dran. Solche Kampfmomente entlocken die letzten Leistungsprozente. Den nächsten Satzball wehrten wir beim 14:15 ab. Und dann waren wir am Zug. Wir konnten den Sack nach 2 Satzbällen mit 18:16 zumachen.

Fazit: Der Spieltag war geprägt von enormen Leistungsschwankungen. Solche Höhen und Tiefen haben wir noch nie innerhalb eines Spieltages erlebt. Unser Tagesziel haben wir erreicht, aber es wäre vielleicht auch noch ein Tabellenpunkt mehr drin gewesen. Das Aufschlagspiel muss mit 2 bis 4 verschlagenen Bällen (pro Satz!!) eindeutig besser werden und auch die Annahmen müssen konstanter bleiben. Unser Libero saß eindeutig zu viel auf der Bank. Die Angreifer müssen die Möglichkeiten einer Pause besser nutzen. Es bringt uns wenig, wenn die Kondition der Angreifer im Hinterfeld verbraucht wird. Es schleichen sich mit dem fehlenden Liberowechsel zu viele Fehler in der Abwehr ein und auf den vorderen Positionen fehlt unsern Angreifern dann die Puste. Mit dem ASV hatten wir eine junge aufstrebende Mannschaft vor uns, die uns sicherlich spielerisch überlegen ist, aber die knappen verlorenen Sätze zeigen, dass wir mit unserer Spielerfahrung viel erreichen können. Wir müssten das nur konsequenter ausnutzen. Gegen den Schönbacher VV konnten wir einen 0:2 Rückstand zu unseren Gunsten drehen. Unser Kampfgeist und unser Siegeswille sind bis zur letzten Minute vorhanden. Wir lassen auch nach einer desolaten Leistung den Kopf nicht hängen. Leider haben wir den vierten Tabellenplatz, den wir solange gehalten haben, heute abgeben müssen. Aber ich bin sicher, den holen wir uns zurück!
OSC Löbau – ASV Rotheburg:
1. Satz: 28:30
2. Satz: 25:17
3. Satz: 15:25
4. Satz: 23:25

OSC Löbau – Schönbacher VV
1. Satz: 18:25
2. Satz: 13:25
3. Satz: 25:22
4. Satz: 25:22
5. Satz: 18:16

Spielbericht: Doreen Hennig

Es spielten: Andrea Heinke, Andrea Bimmrich, Sandra Graumann, Kirstin Krüger, Kristin Herzig, Cornelia Wünsch, Arite Kunzendorf, Nicole Netter, Vanessa Militzer, Doreen Hennig
Trainerin: Yvonne Schreiber

René SeidelSpielbericht Frauen (31.01.2015)
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