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Spielbericht Damen (28.03.2015)

Zum letzten Spieltag traten wir die mit Abstand weiteste Reise zum SV Haselbachtal an. Für uns Löwinnen war ein Sieg gegen den Tabellenletzten Pflicht.

Mit den Ausfällen von Heike, Bimmi, Arite und Tini waren wir nicht nur im Angriff stark geschwächt, sondern auch in der Annahme. Das Spielergebnis war für unsere Tabellensituation irrelevant, da wir den 5. Platz sicher positionierten. Mit dieser Tatsache im Hinterkopf sollte eigentlich ein ungezwungenes Spiel unsererseits ohne die vier Leistungsträger machbar sein.

Mit wenig Spielraum in der Aufstellung begannen Kiri und Drea als Außenangreiferinnen, Conny und Yvonne als Mittelblockerinnen, Sandra und ich im Zuspiel und Vani als Libera. Haselbachtal begann mit Aufschlag und ging 3:0 in Führung. Wir waren unkonzentriert und haben uns der unkontrollierten Spielweise des Gegners angepasst. Nach unserer ersten Auszeit beim 7:11, konnten wir zum 13:13 ausgleichen uns sogar mit 14:13 die Führung übernehmen. Dann wechselte Netti für Drea zum Aufschlag. Eine erhoffte Serie blieb leider aus und durch zusätzliche Annahmedefizite unsererseits konnte der Gegner 19:16 in Führung gehen. Drea kam wieder ins Spiel, aber ein Ausgleich gelang uns kein zweites Mal. Wir verloren den Satz mit 21:25.

Der zweite Satz gestaltete sich ähnlich. Bis zur Mitte des Satzes war es zwar punktemäßig ausgeglichen, aber wir haben einfach nicht in unser Spiel gefunden. Die wenigen guten Annahmen wurden von uns Zuspielern genutzt um die Angreifer in Aktion zu setzen, wobei wir mit gelegten Bällen immer besser punkten konnten, als mit hart geschlagenen Angriffen. In der zweiten Satzhälfte stand ein absolut ungünstiger Annahmeriegel hinten und wir schenkten dem Gegner 5 aufeinander folgende Punkte nur durch Annahmefehler des Aufschlags! Eine Auszeit beim 14:19 brachte dann endlich die erhoffte Wende, aber den Rückstand konnten wir nicht mehr aufholen und verloren den zweiten Satz ebenfalls mit 21:25.

Wir haben diese Saison schon einmal ein 0:2 Rückstand aufgeholt und im Tiebreak gewonnen. Das war auch jetzt das Ziel. Um das zu erreichen musste zwingend die Annahme stabilisiert werden. Der Liberowechsel sollte geschickter vorgenommen und die geschlagenen Angriffe vermehrt in gelegte Bälle umgewandelt werden. Mit dieser Zielstellung gingen wir in den dritten Satz. Wir bauten von Beginn an unsere Führung aus, traten dem Gegner selbstsicher gegenüber und punkteten fast ausschließlich mit gelegten Bällen. Das ist zwar nicht besonders schön, aber effektiv! Beim 22:14 hatten wir wieder eine Annahmeflaute und ließen den Gegner bis auf 3 Punkte ran kommen. Dennoch gelang uns der Satzgewinn zum 25:21.

Im vierten Satz ließen wir nichts anbrennen. Gut platzierte Aufschläge ins Hinterfeld sowie variabel gelegte Loops bereiteten dem Gegner große Probleme. Er verursachte viele Eigenfehler, die uns sehr gelegen kamen. Eine 7er Aufschlagserie von Sandra verhalf uns ebenfalls zum Führungsausbau. Ohne eine Schwächephase gewannen wir den Satz souverän 14:25.

Unsere Annahmeleistung im Tiebreak konnten wir halten, aber Haselbachtal stellte sich auf unsere gelegten Bälle ein und die Punkte konnten nicht mehr so leicht erzielt werden. Zum Seitenwechsel lagen wir 6:8 hinten. Der Gegner konnte mit etwas Glück die Führung zum 12:8 ausbauen. Dann ließen wir eine 5er Aufschlagserie einschließlich 2 Ässer direkt auf die Linie folgen und waren endlich 13:12 in Führung. Die letzten Ballwechsel waren hart umkämpft. Haselbachtal hatte beim 13:14 den ersten Satzball, der unter viel Gewimmel bei uns ins Feld gelegt wurde. Der Schiedsrichter entschied unter großem Protest der Haselbachtaler, aber völlig korrekt auf Übergegriffen und es stand 14:14. Kiri ging ganz routiniert zum Aufschlag und wir erkämpften uns den nächsten Punkt mit dem einzigen Dreierblock des ganzen Spiels. Den Sack machte Conny mit einem Leger über den Mittelblock zu. Die Freude war riesengroß und die Jubelstimmung ließen wir uns auch durch das Gezeter und Geschimpfe der Gegner beim Shake Hands nicht nehmen.

Fazit: Der SV Haselbachtal ist durch seine Spielweise ein unangenehmer Gegner, den man relativ leicht zu Eigenfehlern zwingen kann. Voraussetzung dafür ist eine eigene stabile Annahme, die uns heute eindeutig fehlte. Dennoch ist es lobenswert, dass wir unsere Leistung soweit steigern konnten um als Sieger vom Feld zu gehen auch wenn uns vier wichtige Spielerinnen fehlten.

OSC Löbau – SV Haselbachtal:
Satz: 21:25
Satz: 21:25
Satz: 25:21
Satz: 25:14
Satz: 16:14

Spielbericht: Doreen Hennig

Es spielten: Andrea Heinke, Sandra Graumann, Kirstin Krüger, Cornelia Wünsch, Yvonne Schreiber, Nicole Netter, Vanessa Militzer, Doreen Hennig
Trainerin: Yvonne Schreiber

René SeidelSpielbericht Damen (28.03.2015)
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