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Spielberichte Frauen (28.02.2015)

Der letzte Heimspieltag sollte uns mindestens 3 Punkte einbringen, damit wir unser Saisonziel noch erreichen.

Dazu mussten wir im ersten Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn Kaupa Neuwiese ran, den wir im Hinspiel mit 3:0 überrannten. In der zweiten Partie stand uns der Tabellenerste TSV Kunnersdorf gegenüber, dem wir uns in der Hinrunde im Tiebreak geschlagen geben mussten.

Wir Löwinnen begannen mit Kiri und Sandra im Zuspiel, Bimmi und Drea als Außenangreiferinnen, Conny und Arite als Mittelblockerinnen und Tini als Libera. Vom ersten bis zum letzten Ballwechsel bestimmten wir das Spielgeschehen. Zur Satzmitte hatten wir uns bereits mit 8 Punkten abgesetzt. Nach 22 Minuten haben wir ihn mit 25:17 für uns entschieden.

Wir hatten die 3 Punkte schon vor Augen, sahen uns in der Favoritenrolle und gingen mit einem Zuspieler- und Außenangreiferwechsel viel zu überheblich in den zweiten Satz hinein. Nach dem Spielgeschehen zu urteilen, hätte man denken können, es wäre eine komplett andere Mannschaft auf dem Parkett. Bei den Löwinnen lief nichts mehr. Massive Annahmeprobleme sorgen für Unsicherheit und ließen den Gegner immer mehr ins Spiel kommen. Wir hatten nichts entgegenzusetzen und verloren den Satz mit 13:25.

Das Spielgeschehen wird unter anderem von der inneren Einstellung entschieden. Die Pause wurde für einen Mahnruf an unseren Teamgeist durch unsere Trainerin genutzt. Dieser Appell trug Früchte und wir spielten wieder als Mannschaft. Gute Annahmen, variable Zuspiele und harte Angriffe beschäftigten den Gegner. Ein großes Lob an unsere Angreifer, die sehr variabel agierten und so manchen Punkt mit einem einfachen Leger über den Block erzielten. Nicht besonders schön, aber effektiv! Den Satz entschieden wir ganz konsequent mit 25:15.

Mit viel Elan gingen wir in den vierten Satz, um möglichst ein Tiebreak zu verhindern. Leider begannen wir mit einem verschlagenen Aufschlag, welcher unsere Köpfe schon zu Beginn hingen ließ. Dann stellten sich erneut Annahmefehler ein, die wir Zuspieler nur sehr schwer kompensieren konnten. Die Folge waren ineffektive Angriffe. Bis zur Satzmitte rannten wir einem 2-3 Punkterückstand nach, den wir Löwinnen durchaus überwältigen könnten. Aber der Gegner bäumte sich auf und baute seinen Vorsprung Punkt für Punkt aus. Beim 13:20 tat sich ein Lichtblick auf, weil Bimmi uns mit ihren Aufschlägen auf 2 Punkte ran brachte. Aber die neuentfachte Hoffnung auf 3 Punkte legte sich gleich wieder. Der Siegeswille des Gegners war ungebrochen und so verabschiedeten wir uns 19:25 ins Tiebreak.

Hochmotiviert, um zu retten, was zu retten ist, starteten wir den letzten Satz. Die Punkte waren auf beiden Seiten hart umkämpft. Die Seiten wechselten wir mit einem leichten Rückstand beim 6:8. Wir waren dran und übten durch knallige Angriffe enormen Druck auf den Gegner aus. Der Ausgleich gelang uns beim 12:12 und dann hatten wir endlich unseren Satzball beim 14:13. Leider konnten wir diesen nicht nutzen und plötzlich war Kaupa mit ihrem Satzball an der Reihe, den sie durch einen sehr glücklichen Ball für sich entscheiden konnten.

Die lange Pause zwischen den Spielen wurde nicht nur zum Verschnaufen genutzt, sondern auch für ein paar klare Ansagen unter uns Spielerinnen in der Kabine. Mit eindeutigen Anweisungen gingen wir in die zweite Partie, bei der ein deutlich schwererer Gegner erwartet wurde.
Im Startsechser standen Drea und Bimmi im Außenangriff, Conny und Arite im Mittelblock, Kiri und ich im Zuspiel und als Libera agierte weiterhin Tini. Unser Spielbeginn war selbstbewusst, konsequent und druckvoll. Der Spielverlauf war auf hohem Niveau. Der Gegner kämpfte, hatte aber nicht mit so einer Girlpower, die nach 5 Sätzen noch vorhanden war, gerechnet. Bis zur Satzmitte konnten wir uns mit 6 Punkten absetzen. Gedanklich den Satz schon gewonnen schlichen sich Fehler ein, die das Punktekonto der Kunnersdorfer füllten, sodass sie beim 20:20 ausgleichen konnten. Die letzten Punkte waren nach wie vor hartumkämpft. Leider gelang es uns nicht, trotz des Vorsprungs den Satz zu unseren Gunsten zu entscheiden. Er ging knapp mit 23:25 verloren.

Der zweite Satz gestaltete sich ähnlich. Nach wie vor waren wir hellwach und hatten unser Tagesziel noch vor Augen. Erneut erkämpften wir uns einen Vorsprung von 5 Punkten, der zum Schluß gerade so zum 25:23 Satzgewinn reichte. Sehr gute Blockaktionen von Arite haben uns so manche direkten Punkte beschert, und uns in Gaudistimmung versetzt.
Ohne an Kampfgeist und Motivation zu verlieren spielten wir den nächsten Satz. Souveränität und Durchsetzungsvermögen bescherten uns bis zur Satzmitte einen 7 Punktevorsprung. Eine 5er Aufschlagserie von Vani steuerte dazu bei. Kunnersdorf kratzt jegliche Bälle vom Parkett, die nur irgendwie möglich sind. Das bescherte uns viele sehr lange Ballwechsel, die an Kräften zehren, aber deren Gewinn das Selbsbewußtsein bis ins Unendliche steigert. Ein großes Lob an unsere Angreifer, die trotz mehrmaliger abgewehrter Angriffe ihren Druck aufrechterhalten haben.

Unerklärlich gestaltete sich der vierte Satz. Unpräzise Annahmen erschwerten den Spielaufbau und brachten Kunnersdorf mit 7 Punkten in Führung. Auszeiten beim 2:7 und 7:14 brachten nicht die erhoffte Wendung. Unsere Annahme konnten wir stabilisieren und kraftvoll angreifen, aber der Punktverlußt zu Satzbeginn verfolgte uns bis zum 18:25 Satzende.

Trotz des 10. Satzes waren wir putzmunter. Drea brachte uns mit platzierten Aufschlägen 5:0 in Führung. Durch sehr schöne Annahmen konnten die Zuspieler die Angreifer in Szene setzen, und diese agierten sehr variabel. Bimmi erzielte weiterhin ihre Punkte über schlagkräftige Longlinebälle und Arite verteilte über die Mittelposition ihre Angriffe im gegnerischen Feld. Kunnersdorf wurde ordentlich in Bewegung gehalten und so gelang uns eine8:1 Führung zum Seitenwechsel. Der Gegner gab sich aber noch lange nicht geschlagen und punktete jetzt 2fach, während wir nur 1fach punkteten. Eine Auszeit bei 13:11 sollte uns nochmal Zeit zum Luftholen geben. Mit Hilfe unseres Fanblocks gelang uns zum zweiten Mal ein Sieg im Tiebreak. Dankeschön!!

Konditionell waren wir trotz der 10 Sätze fit, da viele Spielerwechsel (14 im ersten Spiel und 20! im zweiten Spiel) in den Spielverlauf eingebaut wurden und wir somit genügend Pausen hatten. Die enormen Schwankungen unseres Leistungsniveaus hatten uns zum letzten Spieltag schon wichtige Punkte in der Tabelle gekostet. Warum sollte es heute anders sein? Wir haben gegen Kaupa nicht 1 Punkt gewonnen, sondern 3 verloren. Sie reisten nur mit 6 Spielerinnen, gesundheitlich angeschlagen und mit wenig Hoffnung auf einen Sieg nach Löbau. Wir haben unserer Lässigkeit und Inkonsequenz den Verlust des zweiten und vierten Satzes zu verdanken. Im Gegenteil dazu steht unsere Leistung gegen den TSV Kunnersdorf. Wir hatten hier wesentlich kürzere Schwächephasen und waren über unsere Leistung überrascht. So konnten wir doch noch unser Tagesziel erreichen, verbleiben aber punktgleich mit dem Tabellenvierten Kaupa Neuwiese auf dem 5. Platz.

OSC Löbau – SV Kaupa Neuwiese:
1. Satz: 25:17
2. Satz: 13:25
3. Satz: 25:15
4. Satz: 19:25
5. Satz: 14:16

OSC Löbau – TSV Kunnersdorf
1. Satz: 23:25
2. Satz: 25:23
3. Satz: 25:20
4. Satz: 18:25
5. Satz: 15:12

Spielbericht: Doreen Hennig

Es spielten: Andrea Heinke, Andrea Bimmrich, Sandra Graumann, Kirstin Krüger, Kristin Herzig, Cornelia Wünsch, Arite Kunzendorf, Yvonne Schreiber, Nicole Netter, Vanessa Militzer, Doreen Hennig
Trainerin: Yvonne Schreiber

René SeidelSpielberichte Frauen (28.02.2015)
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