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Löwinnen weiterhin auf Titelkurs

In einem äußerst spannenden Match besiegen die Löbauer Damen den MSV Bautzen und verteidigen die Tabellenführung.

Zum vorletzten Spieltag reisten die Löwinnen tatendurstig zum MSV Bautzen. Ein 3-Punkte-Sieg musste her, um im Titelkampf die Nase vorn zu behalten.

In gewohnter Aufstellung wurde 16 Uhr angepfiffen. Die Löwinnen nutzten die Annahmesituation, um den ersten Punkt für sich zu entscheiden. Bis zur Satzmitte war das Spiel ausgeglichen, obwohl die Löwinnen ihr Optimum noch nicht erreicht hatten, lagen sie  mit 1 – 2 Punkten vorn. Ein Punktepolster konnte erst zur Satzmitte erarbeitet werden. Andrea H. ging beim 11:9 zum Aufschlag. Die druckvollen Aufschläge und eine verbesserte Annahme verhalfen zu einer 16:9 Führung. Der MSV gab sich trotz des Rückstandes nicht geschlagen. Die letzten Punkte waren von ständig wechselndem Aufschlagrecht geprägt. Obwohl der OSC sein Leistungsoptimum nach wie vor nicht erreichte, konnte er den Satz nach 18 Minuten 25:17 für sich entscheiden.

In der Satzpause forderte Spielertrainerin Conny unbedingt die Annahme zu verbessern. Da Zuspielerin Kirstin verletzungsbedingt ausfiel und Sandra die Aufgabe allein bewältigen musste, sollten ihr unnötige Laufwege erspart bleiben. Außerdem sollten vermehrt die Lücken hinter dem Block und die Ecken genutzt werden. Motiviert gingen die Löwinnen in den zweiten Satz. Die Annahme blieb jedoch nach wie vor instabil. Sandra rettete, was zu retten war. Oft blieb ihr nur die Möglichkeit das Hinterfeld oder Position 4 zu bedienen. Die Angreifer nutzten, wie definiert, vermehrt die Lücken und hielten so ihre Mannschaft auf Kurs. Wie im ersten Satz konnte ein leichter Vorsprung von 1 bis 2 Punkten bis zur Satzmitte erreicht werden. Beim 14:11 bauten die Löwinnen mit Hilfe einer 4er Aufschlagserie von Sandra den Vorsprung zum 18:11 aus. Er reichte aus, um den Satz erfolgreich 25:18 zu beenden.

Im dritten Satz geschah, was geschehen musste. Bautzen bäumte sich auf und ließ die Löwinnen nicht zum Zug kommen. Die Annahmen weiterhin zu weit vom Netz entfernt, konnte Sandra nur sehr berechnend agieren. Eine Auszeit der Löwinnen beim 7:11 sollte die Wende bringen. Nochmal wurde an die Annahme und die gesetzten Bälle appelliert. Sehr beherzt setzten sie das um. Nun konnte auch vermehrt der Mittelangriff genutzt werden, wobei das Mittel der Wahl aufgrund des großen Blocks wieder der gelegte Ball war. Egal, Punkt ist Punkt! Der Ausgleich zum 13:13 war geschafft. Jetzt galt es: kämpfen, kämpfen, kämpfen, um einen vierten Satz zu vermeiden. Das taten sie auch stetig um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Heike ging beim 18:19 zum Aufschlag und brachte die 22:19 – Führung. Das sollte eigentlich zum Sieg reichen. Aber jetzt brachen die OSC Damen völlig ein. Die Aufschläge der Bautzener Zuspielerin bereiteten Probleme, kein Angriff ging im gegnerischen Feld aufs Parkett, auch auf die gesetzten Bälle hatte sich der MSV eingestellt. Der Satz ging nach 25 Minuten mit 25:22 an den MSV.

Der vierte Satz war an Spannung kaum zu überbieten. Der Siegeswille war auf beiden Seiten ungebrochen. Die Löwinnen trumpften auf und spielten endlich mal ihr Spiel. Die Annahme stabilisierte sich etwas, sodass Sandra variabler agieren konnte. Die Angriffsschläge variierten weiterhin mit gesetzten Bällen, wobei die Angreifer teilweise mit unpräzisen Pässen konfrontiert wurden, eine unvermeidbare Folge der schlechten Annahmen der ersten Sätze. Andrea B. verhalf mit einer 5er Aufschlagserie zur 11:4 – Führung. Jetzt schlichen sich wieder mehr und mehr Flüchtigkeitsfehler ein und Bautzen kämpfte sich Punkt für Punkt ran. Auszeiten vom OSC beim 14:11 und 16:17 konnten den Ausgleich beim 17:17 nicht abwehren. Es kam noch schlimmer. Der MSV konnte sogar zum 24:19 in Führung gehen. Die Löwinnen hatten den Satz aber auch noch nicht abgehakt und kämpften verbissen um jeden Ball. Das Aufschlagrecht bekam Conny beim 20:24. Der erste Satzball war schon mal abgewehrt! Mit routinierten Aufschlägen brachte sie den Ball ins Spiel. Der zweite Satzball wurde durch einen den Block anschlagenden Mittelangriff abgewehrt. Weiterhin agil in der Annahme wurde der Ball mit langen Spielzügen im Spiel gehalten. Erneut konnte der Außenangreifer mit einem gelegten Ball punkten. Der dritte Satzball war abgewehrt! Mit viel viel Kampfgeist und mobilisierten Kräften konnte schließlich der erste Satzball für den OSC erarbeitet werden, welcher, zu großer Erleichterung, nach 27 Minuten zum 26:24 Satzgewinn führte.

Fazit: Zufrieden sind die Löwinnen mit ihrer Leistung nicht, da die Annahmen dem Zuspieler ein ordentliches Paßspiel erschwerten. Die Folge waren fehlende Angriffsvariationen, was wiederum dem Gegner zu leichten Spiel verhalf. Lobenswert ist das Aufschlagsspiel,  mit welchem immer wieder Druck ausgeübt werden konnte. In jedem Satz haben kleine Serien des OSC zu Punktepolstern verholfen, die am Ende dringend benötigt wurden.

Im letzten Spiel brauchen die Löwinnen einen Punkt, um ganz sicher Bezirksmeister zu werden. Mal sehen, was der direkte Verfolger Crostau am letzten Spieltag erreicht. Es bleibt spannend.

 

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1. Satz: 25:17

2. Satz: 25:18

3. Satz: 22:25

4. Satz: 26:24

Es spielten: Andrea Heinke, Andrea Bimmrich, Heike Lederer, Sandra Graumann, Nicole Netter, Monique Linke, Nicol Švrčinová, Cornelia Wünsch (C), Doreen Hennig

Spieletrainer: Cornelia Wünsch; unterstützend Kirstin Krüger

Spielbericht: Doreen Hennig

Ronny LöchelLöwinnen weiterhin auf Titelkurs
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